Wie kommt der Park auf den Parkplatz?

6 Parkplätze, Rollrasen, 3 Stunden urbane Interventionen: Am 18. September 2009 riefen wir, das ist die Gruppe repair berlin, zum Park(ing) Day-Battle auf. Für einen Nachmittag entstanden auf Parkplätzen entlang der Berliner Friedrichstraße  u.a. spontane Parks, eine Cocktailbar („drink statt drive“), eine Tanzinsel, eine Sonnenbank. In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung luden wir überraschte Passanten ein, uns ihre Vorschläge zur Stadtverschönerung preiszugeben und für die beste Parkplatzidee zu voten.

Unter dem Motto „Stadt zum Selbermachen“ fragten wir, welche Ideen, Wünsche, Vorschläge die Fußgänger von einer glücklichen Stadt haben. Die Ideen wurden auf unserer Webseite dokumentiert und über Social Media Kanäle weiterverbeitet und diskutiert. Innerhalb kürzester Zeit berichteten TV- und Print-Medien über die Aktion. Schließlich schickten wir unsere gesammelten Statements an den Bürgermeister von Berlin und zeigten sie im U-Bahn-Fernsehen, dem „Berliner Fenster„.

Hintergrund

Der PARK(ing) Day wurde 2005 von dem Künstlerkollektiv REBAR aus San Francisco erfunden. In kürzester Zeit fand diese Aktionsform Nachahmer auf der ganzen Welt.
 
Der Park(ing) Day ist Kunst im öffentlichen Raum als freundliche und praktische Kritik an einer Stadtplanung, welche sich ausschließlich an kommerzieller Verwertbarkeit und einem vermeintlich bürgerorientierten („be berlin!“) Stadtmarketing orientiert und dabei die Belange der Bewohner vernachlässigt.
 
Eine nachhaltige Stadtpolitik hingegen setzt auf die soziale Kreativität ihrer Bewohner, alternative Verkehrskonzepte und öffentliche, für alle zugängliche Orte in der Stadt. Orte der Begegnung mit fremden Menschen, der Irritation und des zwanglosen Gesprächs, welches neue Persepktiven für weitere Aktivitäten und Stadtnutzungen eröffnet. Das Glück liegt auf der Straße! (Quelle: www.repairberlin.jimdo.com/aktionen/park-ing-day-about

Die Aktion wurde bisher auf dem Camp Palomar5 vorgstellt und im Rahmen der Festivals atoms&bits und theatertreffen 2010 in Workshops weiterentwickt.

Zu meinem Aufgabenfeld gehörte die Vorbereitung und Durchführung der Aktion, die Konzeption der Kommunikationsstrategie,  die Entwicklung des Logos sowie die Durchführung der Workshops und Präsentationen.

Abbildung: atoms&bits-Workshop

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