Wie sieht ein Erscheinungsbild für den Kinder- und Jugendhilfetag aus?

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Für die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ e.V.) entwickelte ich ein Erscheinungsbild für den 15. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag 2014. Mit gut 1.000 Ausstellern und zuletzt 45.000 Besuchern ist er Europas größter Fachgipfel der Kinder- und Jugendhilfe. Neben Plakaten, Flyern und Mappen umfasst das Designpaket auch Broschüren und einen Jahreskalender sowie eine Anwendungshilfe (Corporate-Design Manual), die in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber entwickelt wurden.

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Foto: AGJ e.V.

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Wie sehen digitale Bücher für einen Verlag aus? Und wie werden sie gebaut?

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Für den Ebook-Verlag mikrotext meiner Bürokollegin Nikola Richter entwickelte ich zunächst ein Designkonzept für die Cover des Verlags. Die Bücher beziehen sich thematisch aufeinander und sind Teil einer regelmäßig erscheinenden Reihe. Die Cover müssen als kleine Vorschaubilder im digitalen Bücherregal funktionieren und gleichzeitig in Originalgröße auf einem eReader anzusehen sein. Sie müssen in Graustufen funktionieren, denn viele eReader können die Cover nur so wiedergeben. Die Titel sind als Reihe angelegt und lassen sich für Neuerscheinungen nach dem zugrunde liegenden Designsystem anpassen. Seit Herbst 2013 baue ich die Innenseiten der Ebooks, die als ePub-Dateien ausgegeben werden.  Nicht mehr nur die Herstellung der Bücher ist digital, sondern die Bücher selbst sind es auch.

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Darüber hinaus gestalte ich alle Kommunikationsmaterialien, die die Verlegerin für ihre Arbeit benötigt, wie z.B. Postkarten, die je nach Publikation gedruckt werden. Das Editing von Kurzvideos gehört ebenso zu meinen Aufgaben.

Logo und Typografie: Viktor Nübel

Was ist ein Ding-Abend?

In das Ladenlokal Glas+Bild wird zu einem Thema, das uns alle unmittelbar betrifft, eine Person zu einem Interview eingeladen, die Antworten zu ihrem Feld und eingeladenen Gästen wertvolle Anregungen mitmitgibt. Es entsteht ein offenes Gespräch unter Experten und Interessierten aus allen Altergruppen und verschiedenen beruflichen Kontexten. Der Abend ist mit allen Sinnen erfahrbar. Neben thematischen Soundtracks wurden bisher Filme gezeigt, Bücher vorgstellt, Honig probiert und Samenbomben gesetzt. Zu den Abenden kamen bis zu 60 Gäste.

Für die Themen-Abende gestaltete ich jeweils ein Bildmotiv, das über online- und offline-Kanäle (Flyer, Plakat) kommuniziert wurde. Das Gestaltungsprinzip lässt sich auf zukünftige Veranstaltungen übertragen.

Bisherige Themen-Abende: Honig (November 2010), Garten (April 2011), Müll (September 2011)

Wie bekommt man junge Menschen dazu, zur Wahl zur gehen?

Viele Junge Menschen sind nicht gerade politikbegeistert. Und eine Europawahl ist erst Recht nicht von großem Interesse, wie die Zahlen zur Wahlbeteiligung in der Gruppe der 18-22-jährigen zeigen. Wie man aber dennoch diese Zielgruppe erreichen kann, mit Beteiligten ins Gespräch kommt, sie zu Diskussionen anregt, das versuchte ich gemeinsam mit der „Euro Wahl Gang 09„, in Kooperation mit der Politikfabrik e.V.

Für die parteiunabhängige Kampagne zur Mobilisierung von Erst- und Jungwählern zur Europawahl am 9. Juni 2009 entwickelte ich vier Monate lang in einem jungen Projektteam das Visuelle Konzept und gestaltete alle Maßnahmen der Kampagne. Zu meinem Arbeitsfeld gehörte auch die Entwicklung einer Kommunikationsstrategie zur Verzahnung der online- und offline-Kanäle.

Die Herausforderung bestand für mich darin, ein Design zu entwickeln, das sowohl im Netz als auch auf gedruckten Materialien gut und einfach anwendbar funktioniert. Es sollte zudem den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, Templates wie z.B. die Plakate, selber mit Inhalten zu füllen. Mit Anwendungen wie Flickr, Youtube, Twitter oder das Weblog nutzen wir online-Tools, mit denen eine schnelle Verbreitung von und der Zugang zu Inhalten ermöglicht wird.