Warum tragen GrafikdesignerInnen Verantwortung?

 

Der Designer Stefan Sagmeister hat es in seinem Vortrag „Was ist gut?“ einmal sehr treffend formuliert:

Ich habe mich gefragt, ob es in unserem Beruf irgendeine Verpflichtung gibt, Gutes zu tun oder sich für einen guten Zweck einzusetzen, ob das zur Definition des Designers gehört? Und ich bin darauf gekommen, dass es nicht so ist. Designer können machen was sie wollen. Eine Verpflichtung zum Guten Tuen gibt es eigentlich überhaupt nicht. Es könte aber natürlich sein, dass es so eine Verpflichtung gibt für uns selber. Für uns als Menschen.

Zum Abschluss meines Studiums stellte ich mir eine ähnliche Frage. Nachdem ich ein halbes Jahr für den Bruttosozialpreis gearbeitet hatte, einer studentischen Initiative für Soziales Marketing, wurde mir etwas klar: Ich kann als Designerin sehrwohl das Gute mit dem Schönen verbinden und meine Kompetenz für sinnvolle Projekte auch sinnvoll einbringen. Inhalt und Form kommen zusammen. Beides ist entscheidend wichtig.

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(für ipad- und iphone-Nutzer: hier der Link zum PDF auf issuu)

Für den studentischen Wettbewerb arbeitete ich ehrenamtlich im Organisationsteam, entwickelte das Keyvisual des Wettbewerbs und koordinierte die Gestaltung und Produktion der Kommunikationsmaterialien . Das Projekt wurde schließlich Teil meiner Diplomarbeit und ich schrieb dazu den Text „Grafik-Design und gesellschaftliche Verantwortung  – ein Überblick„:

Viele Designer werden sich im Laufe ihres Studiums – und sicherlich auch danach – immer wieder die Frage stellen, weshalb das, was sie tun, wichtig ist, warum sie es tun und worin der eigentliche Sinn ihrer Arbeit besteht. Dabei macht es zunächst keinen Unterschied, ob es sich um die Aufgabe der Produkt,- Textil,- oder Kommunikationsdesigner usw. handelt. Tragen Gestalter eine gesellschaftliche Verantwortung? (…) (gesamter Text als pdf)

Seitdem arbeite ich hauptberuflich in diesem Feld.